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Über Hundewolle

Schon die Navajo-Indianer , die auch heute noch für ihre etwas andere Technik des Spinnens bzw. Verzwirnens bekannt sind, haben Wolfsfell als Material zum Spinnen genutzt. Dieses weiß man durch Funde von alten, prähistorischen Textilien. Wolfsfell war die meistbenutzte und wichtigste Faser für die Textilherstellung in Nordamerika. Auch Funde von Textilien in Skandinavien weisen auf die Verarbeitung von Wolfsfell durch das Spinnen hin. In der nahen Vergangenheit wurde während der Kriege Hundefell versponnen. So zum Beispiel in England oder Österreich:

Wer hier befürchtet, das Fell könnte riechen wie ein „nasser Hund“ oder sämtliche Rüden der Nachbarschaft würden einen verfolgen, wenn man ein Kleidungsstück aus Hundefell trägt, dem gebe ich hier zu bedenken: Auch Schurwolle, Lamahaar, Angorawolle und Kamelhaar stammt von lebenden Tieren. Im Gegensatz zum Hund sind diese jedoch weder stubenrein, werden mehr oder weniger regelmäßig gekämmt, manchmal gebadet, noch leben sie in der Wohnung und teilen hin und wieder sowohl Sofa, als auch das Bett. Und wer mal ein nasses Schaf aus der Nähe gerochen hat…

Nachhaltigkeit
1. Hunde werden nicht zur Wollproduktion gehalten, das heißt, alles was ein Hund über Fressen, Haltung und Pflege an Ressourcen verbraucht, benötigt er ohnehin. Das Fell ist so gesehen ein „Abfallprodukt“ das verwertet wird.


2. Bei der Herstellung der Wolle wird ausschließlich Wasser und Bio-Waschmittel zum Waschen verbraucht, jedoch weniger, als bei jeden anderen Fell, da Hunde durch die Haltung im Haus und durch die regelmäßige Fellpflege sauberer sind als Alpaka, Schaf, Kamel etc..


3. Sämtliche anderen Arbeitsgänge werden ohne Strom, sondern per Hand durch Muskelkraft betrieben.


4. Ein Kleidungsstück aus der Wolle des eigenen Hundes ist langlebig und wird jahrelang getragen. Es handelt sich hier nicht um ein kurzlebiges Kleidungsstück, das nach drei Monaten im Altkleidercontainer landet, sondern um ein Lieblingsstück mit hohen ideellen Wert.

Hundefell ist ein wertvoller Rohstoff und viel zu schade, um im Müll zu landen. Die Wolle wird ohne Chemie und ohne die Verschwendung von Ressourcen in Handarbeit hergestellt.